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Chiemgau Als Chiemgau wird die Landschaft rund um den Chiemsee bezeichnet. Es ist eine Landschaftsbezeichnung ohne feste Grenzen. Diese Landschaft wurde während der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete, geformt. Während dieser Zeit war die Region von mächtigen eiszeitlichen Gletschern bedeckt, die sich aus den Alpen bis weit in das Alpenvorland ausdehnten. Einer dieser eiszeitlichen Gletscher war der Chiemseegletscher. Durch diesen wurde der Bereich rund um den Chiemsee weitflächig eingeebnet und das Seebecken ausgeschürft. Vor wenigen tausend Jahren sah die Region noch komplett anders aus. Damals bedeckte ein deutlich größerer See die Gegend, der heute als Ur-Chiemsee bezeichnet wird. Er war etwa dreimal so groß wie der heutige See und bedeckte auch den Bereich der heutigen Kendlmühlfilze, wo du dich gerade befindest. Die aus den Alpen kommenden Schmelz- wasserflüsse transportierten damals noch weit größere Mengen an Gesteinsschutt in den See als heute. Besonders zu Zeiten der Schnee- schmelze wurden tonnenweise Geröll in den See verfrachtet. Zu dieser Zeit herrschte im Chiemgau noch eine Landschaft wie wir sie heute in der sibirischen Tundra finden: riesige Schuttfächer mit spärlichem Bewuchs. Wenige Bäume und Büsche konnten in diesem polaren Klima überleben. Mit der zunehmenden Klimaerwärmung am Ende der Eiszeit bildeten sich an den Seeufern ausgedehnte Sümpfe, in denen eine üppige Vegetation wuchs. Aus diesen Sümpfen bildeten sich nach und nach ausgedehnte Moorflächen, so auch die Kendlmühlfilze, eines der letzten verbleibenden Moore der Region. Der Vorgang des Verlandens des Chiemsees ist bis heute nicht abgeschlossen. Weiterhin werden große Mengen an Schutt aus den Alpen über Flüsse in den See transportiert. Dies wird schlussendlich dazu führen, dass der Chiemsee in ein paar tausend Jahren vollständig verlandet sein wird.
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